Wie bekomme ich mehr Follower – Warum du der Followerzahl keine große Bedeutung schenken solltest

 

Im Erstgespräch mit meinen Kundinnen und Kunden, geht es fast immer um gleiche Frage: Wie bekomme ich mehr Follower.

Mit diesem Beitrag möchte ich dir anhand von Praxisbeispielen erklären, warum du der Followerzahl keine große Bedeutung schenken solltest.

 

Auch mit wenig Followern ist viel zu erreichen

Beispiel: Du bietest eine Dienstleistung an und startest einen neuen Instagram Kanal

Du entscheidest dich einen Instagramkanal zu erstellen und startest mit 0 Followern.

Gehen wir mal davon aus, dass du jede Woche 2-3 Inhalte mit wirklich gutem Mehrwert veröffentlichst. Deine Followerzahl steigt langsam aber stetig auf 50 Follower an. Da deine Follower natürlich auch anderen Kanälen folgen, musst du davon ausgehen, dass nicht alle Follower deine Beiträge sehen. Durchschnittlich werden 30 Follower deine Beiträge sehen (abgesehen von den Personen, die über Hashtags zu deinem Beitrag kommen). Das erscheint im ersten Moment nicht viel.

Andersrum betrachtet sind es immerhin 30! Personen, die sich potenziell für dich interessieren. Von diesen 30 Personen schätzen 2 Personen deinen Content sehr und fragen dich konkret an. Du kannst die Personen im persönlichen Gespräch überzeugen und sicherst dir deine ersten 2 Jobs. Du wirst neue Erfahrungen sammeln und deine Zielgruppe noch besser kennenlernen. Zusätzlich hast du 2 erste Referenzen, die du über Social Media kommunizieren kannst.

Veröffentlichst du weiterhin guten Content, wird sich deine Followeranzahl langsam aber steigt weiter erhöhen.

Ich finde dieser Gedankengang zeigt, dass auch mit wenig möglich ist. Diese Chance sollte gerade zu Beginn einer Unternehmung nicht verpasst werden.

Das wichtigste dabei ist, dass du Geduld hast. Aber genau darin liegt meistens das Problem: Vielen Unternehmern geht das Wachstum zu langsam und sie geben auf, da sie der Meinung sind, dass ein Kanal mit so wenig Followern kein Sinn machen würde.

 

Betrachte die komplette Customer Journey

Beispiel: B2B Softwareunternehmen mit dem Ziel neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen.

Fakt ist Menschen kaufen von Menschen. Und ich bin auch der Meinung, dass Menschen eher Menschen folgen. Genau darin liegt aber das Problem vieler Unternehmen. Denn Corporate Content ist eher abstrakt und wenig persönlich.

Die Folge ist das neben den eigenen Mitarbeitern nur wenige Personen dem Unternehmensaccount folgen. So vegetieren viele Unternehmensaccount mit 100-200 Follower, trotz gutem Content, vor sich her.

Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder Unternehmensaccount seine Berechtigung hat.

Meine Meinung beruht auf folgendem Gedankengang:

IT-Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Dementsprechend groß ist natürlich auch der Kampf um sie.

Viele Recruiter setzten dabei auf Active Sourcing. Das heißt sie sprechen potenzielle Mitarbeiter, beispielsweise über Xing oder LinkedIn, direkt an und bauen idealerweise ein persönliches Verhältnis zu ihnen auf.

Idealerweise besteht bei der angeschriebenen Person ein erstes Interesse. Im Nachgang wird sich der potenzielle Neuzugang die Stelle bzw. das Unternehmen auf der Homepage genauer anschauen.

Besteht von beiden Seiten nach dem ersten Kontakt weiterhin Interesse, werden die Gespräche intensiviert.

Die potenzielle Mitarbeiterin oder Mitarbeiter wird sich in der Phase der Customer Journey noch intensiver mit dem Unternehmen beschäftigen, bevor er oder sie eine finale Entscheidung trifft. Dabei können vor allem die sozialen Kanälen des Unternehmens eine wichtige Rolle spielen.

Gehen wir davon aus, dass die angeschriebene Person in sozialen Netzwerken angemeldet ist, wird sie nämlich auf den sozialen Kanälen des Unternehmers vorbeischauen. Dort wird die Person bestenfalls die persönliche Seite des Unternehmens, wie zukünftige Kolleginngen und Kollegen, und die Benefits kennenlernen lernen. Dieser Eindruck kann dazu führen, dass sie die angeschriebene Person sich für einen neuen Arbeitgeber entscheidet.

Wie bei dem Kauf eines Produktes ist auch der Weg zu einem neuen Job nie gleich. Handelt es sich bei der Kandidatin oder dem Kandidaten um eine sehr Social Media affine Person, können die sozialen Kanäle des Unternehmens auch die erste Anlaufstelle sein.  In diesem Fall würde den Kanälen eine noch größere Bedeutung zukommen.

Bei meinen Gedankengängen sehe ich die sozialen Kanäle als weiteres Tool um potenzielle Arbeitskräfte zu überzeugen. In diesem Fall spielen nach meiner Meinung nach auch die Anzahl der Follower keine große Rolle.

 

Soziale Kanäle sind auch für die eigenen Mitarbeiter interessant

Wie schon beschrieben folgen einem Unternehmensaccount meistens auch die eigenen Mitarbeiter. Auch das kann viele Vorteile haben.

Denn durch einen Unternehmenskanal bekommen sie einen guten Einblick in andere Bereiche des Unternehmens und werden immer wieder an die Benefits ihres Arbeitgebers erinnert. Insgesamt kann ein social Media Auftritt dazu beitragen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Gefühl zu geben, dass sie beim richtigen Arbeitergeber sind. Somit fördert ein Aufritt in den sozialen Kanälen auch die Mitarbeiterbindung.

 

Verhältnis von Interaktion und Follower

 

Viel wichtiger als die Anzahl der Follower ist für mich die Beziehung zu deinen Followern oder deinem Netzwerk.

Beispiel:

Du hast 10.000 Follower und deine Beiträge werden 100 Mal gelikt.

Oder du hast 1.000 Follower und deine Beiträge werden auch 100 Mal gelikt.

Ich persönlich bin eher ein Verfechter eine enge Beziehung zu meinen Followern aufzubauen, anstatt mich auf die Followerzahl zu konzentrieren. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich dieser Weg langfristig auszahlen wird.

 

Darum spielt die Followerzahl doch eine Rolle

Auf einmal spielt die Followerzahl doch eine Rolle? Keine Sorge, ich bleibe bei meiner Meinung, dass du der Followerzahl keine große Bedeutung schenken solltest.
Dennoch gibt es 1-2 Gründe, die für mehr Follower sprechen.

Swipe Up Funktion Instagram: Wenn du bei Instagram mehr als 10.000 Follower hast, hast du die Möglichkeit über die Swipe Up Funktion einen externen Link in deine Storys einzubinden. Deine Follower  müssen somit nicht einen Umweg über deine Instagram Bio zu gehen, um auf deine externen Seiten zu landen.

Psychologischer Effekt: Immer mal wieder durchsuche ich Instagram nach interessanten Kanälen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich einem Kanal schneller folge, wenn er schon einige Tausend Follower hat. In diesem Fall ist die Followerzahl für mich ein Beweis, dass es um einen beliebten Kanal mit gutem Content handelt.

Aus Erfahrung weiß ich, dass sich viele Unternehmen bezüglich der Followerzahl einen sehr großen Druck aufbauen.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Gedankengängen dabei helfen diesen Druck von dir zu nehmen. Statt auf deine Followerzahl zu achten, empfehle ich dir, dich auf deinen Content und deine Community zu konzentrieren. Sei dir dabei klar, dass der Erfolg nicht von heute auf morgen kommt, sondern sich langsam entwickelt. Sei geduldig.